Auf einen Blick
Short-Form-Videos dominieren Social Media: TikTok liefert die höchste organische Reichweite (5x mehr als Konkurrenten), YouTube Shorts punktet mit der besten Monetarisierung für Creator (45% Revenue Share) und Instagram Reels führt bei E-Commerce-Conversions (ROAS 4.2x vs. 2.8x bei TikTok Shop). LinkedIn Video entwickelt sich überraschend zum stärksten B2B-Kanal mit 3x mehr Engagement als TikTok. Die TikTok-Ban-Unsicherheit verschiebt bereits 40% der Werbebudgets zu alternativen Plattformen – höchste Zeit für eine strategische Neuausrichtung.
Was die Quellen sagen
Die Community-Erfahrungen zeigen ein klares Bild: 4 von 5 analysierten Quellen bestätigen, dass TikTok weiterhin unerreicht bei organischer Reichweite ist. Ein Reddit-Experiment über 90 Tage mit identischen Videos auf allen drei Hauptplattformen ergab, dass TikTok die fünffache organische Reichweite von Instagram Reels liefert, während YouTube Shorts die besten Langzeit-Views generiert und Reels bei Conversions vorne liegt.

User ‘social_media_mgr’ auf Reddit berichtet konkret: “TikTok still unmatched for reach. Posted a simple product demo, 2M views organically. Same video on Reels got 50K.” Diese Erfahrung deckt sich mit den Daten aus der 90-Tage-Studie, die in einem hochbewerteten Reddit-Thread mit 534 Upvotes geteilt wurde.
Bei der Monetarisierung sieht das Bild anders aus: 3 von 5 Quellen betonen, dass YouTube Shorts trotz geringerer Reichweite die profitabelste Plattform für Creator ist. Ein detaillierter Revenue-Vergleich aus dem NewTubers-Subreddit (378 Upvotes) zeigt: YouTube Shorts zahlt etwa 0,04 USD pro 1.000 Views, während TikToks Creativity Program 0,50-1,00 USD pro 1.000 Views ermöglicht – allerdings nur für qualitativ hochwertige, längere Videos (über 1 Minute).
Der YouTube-Creator ‘youtube_creator_10k’ fasst das Dilemma zusammen: “Shorts great for subscriber growth but terrible for revenue. 10x views vs long-form but 1/100th the revenue.” Diese gemischte Bilanz zeigt, dass Shorts eher als Funnel-Top-Strategie funktionieren.
Ein Widerspruch zeichnet sich bei Instagram Reels ab: Während die organische Reichweite deutlich hinter TikTok zurückbleibt, führt Reels bei E-Commerce-Anwendungen. User ’ecom_brand_owner’ berichtet: “Reels shopping integration is a game changer. Direct checkout from video. ROAS on Reels 4.2x vs TikTok Shop 2.8x.” Die nahtlose Shopping-Integration und die 2 Milliarden monatlich aktiven Nutzer machen Reels zur bevorzugten Plattform für Direct-to-Consumer-Brands – obwohl oder gerade weil Meta den Creator Bonus Anfang 2026 eingestellt hat und sich auf Commerce-Features konzentriert.
Die überraschendste Erkenntnis kommt aus dem B2B-Bereich: Ein Reddit-Thread mit 245 Upvotes dokumentiert, dass LinkedIn Video für B2B-Marketing alle anderen Plattformen übertrifft – mit 3x mehr Engagement bei B2B-Zielgruppen als TikTok. Thought-Leadership-Content performt hier 10x besser als klassische Textposts.
Der Elefant im Raum ist die TikTok-Ban-Unsicherheit: Ein HackerNews-Thread mit 189 Upvotes berichtet, dass bereits 40% der TikTok-Budgets zu YouTube Shorts und Instagram Reels umverteilt wurden. Diese Verschiebung geschieht nicht aufgrund schlechterer Performance, sondern aus Risikomanagement-Gründen – Unternehmen wollen nicht von einer einzigen Plattform abhängig sein, deren Zukunft unsicher ist.
Vergleich: Die fünf wichtigsten Video-Plattformen 2026
| Plattform | Preis | Besonderheit |
|---|---|---|
| TikTok | Kostenlos; Ads ab 50 USD/Tag; TikTok Shop 5% Kommission | Marktführer Short-Form-Video mit 1,5 Mrd. MAU. Stärkster Algorithmus für organische Reichweite, TikTok Shop Commerce |
| Instagram Reels | Kostenlos; Meta Ads ab 1 USD/Tag; Creator Bonus bis 35.000 USD/mo (wird eingestellt) | 2 Mrd. MAU, Reels machen 50% der Verweildauer aus. Beste Shopping-Integration und ROAS |
| YouTube Shorts | Kostenlos; Ads ab 10 USD/Tag; 45% Revenue Share ab 1000 Subscriber | 2 Mrd. eingeloggte Nutzer/Monat. Stärkste Creator-Monetarisierung mit 45% Revenue Share |
| Snapchat Spotlight | Kostenlos; Spotlight Fund für Creators; Ads ab 5 USD/Tag | 850 Mio. MAU gesamt. Dominanz bei 13-24-Jährigen, AR-Filter als Differenzierung |
| LinkedIn Video | Kostenlos; Ads ab 10 USD/Tag; Premium Company Page ab 99 USD/mo | 10x mehr Engagement als Textposts. Ungeschlagener B2B-Kanal für Lead-Generation |
TikTok bleibt der Reichweiten-Champion mit 1,5 Milliarden monatlich aktiven Nutzern und einem Algorithmus, der kleine Accounts genauso pushen kann wie etablierte Creator. Die Plattform hat sich von purem Entertainment zu einer vollwertigen E-Commerce-Plattform entwickelt – TikTok Shop verzeichnet monatlich Milliarden-Umsätze. Allerdings liegt die Kommission bei 5%, was höher ist als bei Amazon (durchschnittlich 3-4% für physische Produkte).
Instagram Reels profitiert von der Meta-Integration: Wer auf Instagram bereits eine Community hat, kann diese sofort mit Reels erreichen. Die Plattform macht mittlerweile 50% der gesamten Verweildauer auf Instagram aus – ein klares Signal, wohin die Reise geht. Meta hat den Creator Bonus eingestellt, konzentriert sich aber massiv auf Shopping-Features: Direct Checkout, Product Tags, Affiliate-Links. Für E-Commerce-Brands ist das die attraktivste Kombination aus Reichweite und Conversion.
YouTube Shorts ist die einzige Plattform, die Creatorn einen echten Revenue Share bietet: 45% der Werbeeinnahmen gehen an den Creator, sobald 1.000 Subscriber und 10 Millionen Shorts-Views in 90 Tagen erreicht sind. Das macht Shorts zur nachhaltigsten Monetarisierungs-Option – auch wenn die Reichweite pro Video oft niedriger ist als auf TikTok. Der große Vorteil: Shorts funktionieren als Trichter zu Long-Form-Videos, die deutlich besser monetarisieren.
Snapchat Spotlight wird oft unterschätzt, dominiert aber bei der Gen-Z-Zielgruppe (13-24 Jahre) mit 850 Millionen monatlich aktiven Nutzern weltweit. Die AR-Filter-Technologie ist Snapchats Alleinstellungsmerkmal – Brands können interaktive Try-On-Experiences schaffen, die auf anderen Plattformen so nicht möglich sind. Der Spotlight Fund belohnt virale Videos mit direkten Auszahlungen, allerdings deutlich unberechenbarer als YouTubes Revenue Share.
LinkedIn Video ist der Geheimtipp für B2B: Während alle auf TikTok und Instagram schielen, generiert LinkedIn Video bei professionellen Zielgruppen 10x mehr Engagement als Textposts. Ein Video von einem CEO oder Branchen-Experten kann hier mehr qualifizierte Leads generieren als eine millionenschwere TikTok-Kampagne. Die Kosten für Ads starten bei 10 USD/Tag, aber organische Reichweite ist bei gutem Content enorm.
Reichweite vs. Monetarisierung: Das große Dilemma
Die Daten aus den Community-Quellen offenbaren eine fundamentale Wahrheit: Hohe Reichweite bedeutet nicht automatisch hohen Umsatz.
TikToks Algorithmus kann ein Video über Nacht viral gehen lassen – 2 Millionen Views sind für einen Product-Demo-Post realistisch, wie User ‘social_media_mgr’ beweist. Derselbe Content auf Instagram Reels erreicht nur 50.000 Views. Aber: TikTok-Views sind “billiger” in der Conversion. E-Commerce-Brands berichten von einem ROAS von 2,8x über TikTok Shop, während Instagram Reels 4,2x liefert.
YouTube Shorts hat das krasseste Verhältnis: 10x mehr Views als Long-Form-Content, aber nur 1/100 des Revenues. Ein YouTube-Creator mit 10.000 Subscribern berichtet, dass Shorts perfekt für Subscriber-Growth sind – aber wer davon leben will, muss die Shorts-Zuschauer zu Long-Form-Videos konvertieren.
Die Creator-Fund-Situation Anfang 2026:
- TikTok Creativity Program: 0,50-1,00 USD pro 1.000 Views (nur für Videos über 1 Minute, Qualitätsanforderungen)
- YouTube Shorts Revenue Share: ~0,04 USD pro 1.000 Views (45% der Ads, ab 1.000 Subscriber)
- Instagram Reels Bonus: Wurde eingestellt (vorher bis 35.000 USD/Monat für Top-Creator)
- Snapchat Spotlight Fund: Variabel, erfolgsbasiert (keine transparente Rate)
Meta hat den Reels Bonus eingestellt, weil die Plattform jetzt auf Shopping und Brand Partnerships als Creator-Einnahmequellen setzt. Das ist ehrlicher als ein künstlicher Fund, aber bedeutet: Reels-Creator müssen aktiv monetarisieren (Sponsorings, Affiliate, eigene Produkte).
Preise und Kosten: Was Video-Marketing wirklich kostet
Organische Reichweite (kostenlos): Alle fünf Plattformen sind grundsätzlich kostenlos nutzbar. Die wahren Kosten liegen in der Content-Produktion und dem Zeit-Investment. Ein professionelles Short-Form-Video kostet zwischen 500-5.000 EUR, je nachdem ob du mit Tools wie CapCut oder Canva selbst produzierst oder eine Agentur beauftragst.
Paid Advertising:
- TikTok Ads: Ab 50 USD/Tag Minimum. TikTok hat das höchste Minimum, was kleinere Brands ausschließt. CPM (Cost per Mille) liegt bei 5-15 USD, CPC bei 0,50-2,00 USD je nach Zielgruppe.

Instagram/Meta Ads: Ab 1 USD/Tag. Das macht Reels-Ads für kleine Budgets zugänglich. CPM 3-10 USD, stark abhängig von der Zielgruppen-Konkurrenzsituation.
YouTube Ads: Ab 10 USD/Tag. YouTube-Ads sind teurer, aber die Nutzer haben höhere Kaufkraft und Intent. CPM 10-30 USD, dafür bessere Conversion bei höherpreisigen Produkten.
Snapchat Ads: Ab 5 USD/Tag. Günstig für Gen-Z-Targeting, aber weniger präzise als Meta oder Google.
LinkedIn Ads: Ab 10 USD/Tag. Die teuersten Ads (CPM 30-100 USD), aber für B2B-Leads mit hohem Customer Lifetime Value profitabel.
E-Commerce-Kommissionen:
- TikTok Shop: 5% Kommission pro Sale. Höher als Amazon, aber dafür ist die Plattform noch weniger gesättigt.
- Instagram Shopping: Keine Kommission bei direkter Verlinkung zu Shopify/WooCommerce. Bei Instagram Checkout (USA) 5% + 0,40 USD pro Transaktion.
Creator-Kosten:
Wenn du Influencer einbindest, variieren die Kosten massiv:
- Micro-Influencer (10K-50K Follower): 100-500 EUR pro Video
- Mid-Tier (50K-500K): 500-5.000 EUR pro Video
- Macro (500K+): 5.000-50.000+ EUR pro Video
TikTok-Influencer sind tendenziell günstiger als Instagram-Influencer bei gleicher Followerzahl, weil die Monetarisierungs-Optionen auf TikTok (noch) schlechter sind.
Die Plattform-Strategie: Nicht entweder-oder, sondern wie verteilen?
3 von 5 Quellen empfehlen eine Multi-Plattform-Strategie statt All-In auf eine Plattform. Die TikTok-Ban-Unsicherheit (40% der Budgets wurden bereits umverteilt) zeigt: Plattform-Risiko ist real.
Empfohlene Budget-Verteilung nach Zielgruppe:
B2C E-Commerce/D2C-Brands:
- 40% TikTok (Reichweite + Discovery)
- 35% Instagram Reels (Conversion + Retargeting)
- 15% YouTube Shorts (Longtail + Evergreen)
- 10% Snapchat (wenn Zielgruppe unter 25)
Content Creator/Influencer:
- 30% TikTok (Wachstum)
- 20% Reels (Brand Deals)
- 40% YouTube Shorts + Long-Form (Monetarisierung)
- 10% LinkedIn (Thought Leadership, B2B-Deals)
B2B/SaaS:
- 60% LinkedIn Video (Lead Gen)
- 20% YouTube Shorts (Education)
- 20% TikTok (Employer Branding, wenn B2B unter 35 Jahre)
Lokale Businesses:
- 50% Instagram Reels (Lokale Community)
- 30% TikTok (Discovery)
- 20% YouTube Shorts (Google SEO-Synergy)
Content-Repurposing: Ein Video, fünf Plattformen
Die effizienteste Strategie ist nicht, für jede Plattform separaten Content zu produzieren, sondern ein Master-Video zu erstellen und plattformspezifisch anzupassen:
- Master-Video produzieren: 9:16 Format, 30-90 Sekunden, Hook in den ersten 3 Sekunden
- Plattform-Optimierung:
- TikTok: Trending Audio, Text-Overlays, schnelle Cuts
- Reels: Product Tags, Hashtags (3-5), CTA zu Link in Bio
- Shorts: SEO-Title, Playlist-Integration, CTA zu Long-Form
- LinkedIn: Professioneller Ton, Untertitel (90% schauen ohne Ton), Thought-Leadership-Angle
- Tools: CapCut (kostenlos, alle Features), Canva (ab 13 EUR/Monat), Repurpose.io (ab 15 USD/Monat für Auto-Upload)

Das 90-Tage-Experiment zeigt: Identische Videos performen unterschiedlich, aber alle drei Hauptplattformen zu bespielen erhöht die Gesamt-Reichweite um 300-500% vs. nur eine Plattform.

Die technischen Unterschiede, die performen
Algorithmus-Philosophien:
TikTok: Aggressivstes “Interest-Graph”-Modell. Zeigt dir Content von Accounts, denen du NICHT folgst, basierend auf Watch Time. Ein neuer Account kann sofort viral gehen.
Instagram: Hybrid aus Social Graph (Follower) und Interest Graph. Reels werden zu 50% Followern, zu 50% neuen Nutzern ausgespielt. Bestandsaccounts haben Vorteil.
YouTube: Langfristigster Algorithmus. Shorts werden oft Nutzern gezeigt, die ähnliche Long-Form-Videos geschaut haben. Evergreen-Content performt auch Monate später noch.
Was die Algorithmen belohnen:
- TikTok: Watch Time (>50%), Rewatches, Shares > Likes. Completion Rate wichtigster Faktor.
- Reels: Saves > Shares > Comments > Likes. “Speichern” signalisiert hochwertigen Content.
- Shorts: Click-Through-Rate zu Kanal, Watch Time, Like-to-View-Ratio.
- LinkedIn: Dwell Time (wie lange User auf dem Post bleiben), Kommentare > Likes.
Fazit: Für wen lohnt sich welche Plattform?
Wähle TikTok, wenn:
- Du maximale organische Reichweite willst und bereit bist, das Plattform-Risiko zu tragen
- Deine Zielgruppe unter 35 ist und Entertainment-orientiert
- Du schnell Markenbekanntheit aufbauen willst
- Du ein physisches Produkt hast, das sich viral zeigen lässt
Wähle Instagram Reels, wenn:
- Du bereits eine Instagram-Community hast
- E-Commerce/Shopping im Fokus steht (bester ROAS: 4,2x)
- Du Lifestyle-Produkte verkaufst
- Du auf Stabilität setzt (Meta ist nicht von Bans bedroht)
Wähle YouTube Shorts, wenn:
- Du langfristig von Videos leben willst (beste Creator-Monetarisierung)
- Du Evergreen-Content produzierst, der auch in 6 Monaten noch relevant ist
- Du eine YouTube-Long-Form-Strategie hast und Shorts als Funnel nutzt
- SEO-Traffic wichtig ist (YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine)
Wähle LinkedIn Video, wenn:
- Deine Zielgruppe B2B/Professionals ist
- Du hochpreisige Services oder Enterprise-Software verkaufst
- Thought Leadership und Expertise aufbauen willst
- Lead Quality wichtiger ist als Lead Quantity
Wähle Snapchat Spotlight, wenn:
- Deine Zielgruppe 13-24 Jahre ist
- AR/Filter-Integration Teil deiner Produktstory ist (z.B. Fashion, Beauty)
- Du eine Nischen-Jugendkultur-Brand bist
Die Multi-Plattform-Wahrheit: 4 von 5 erfolgreichen Video-Marketer aus den analysierten Quellen setzen auf mindestens zwei Plattformen. Die TikTok-Ban-Unsicherheit hat das Bewusstsein geschärft: All-In auf eine Plattform ist 2026 zu riskant. Starte mit zwei Plattformen, master deren Eigenheiten, und expandiere dann.
Die wichtigste Erkenntnis: Nicht die Plattform entscheidet über deinen Erfolg, sondern die Content-Qualität und die Konstanz. Ein mittelmäßiges Video wird auf keiner Plattform performen – aber ein starker Hook, echter Mehrwert und plattformspezifische Optimierung funktionieren überall.
Quellen
- I posted the same video on TikTok, Reels, and Shorts for 90 days
- Actual revenue comparison: TikTok vs Shorts vs Reels creator funds 2026
- LinkedIn video is secretly the best channel for B2B marketing
- The TikTok ban uncertainty is reshaping social media budgets
- TikTok for Business
- Instagram Reels for Business
- YouTube Shorts
- Snapchat Spotlight
- LinkedIn Video Marketing
- CapCut
- Canva Video
- Repurpose.io