Auf einen Blick
Zwei Jahre harte Arbeit, regelmäßige Content-Produktion, technische Optimierungen – und trotzdem kein einziges Top-3-Ranking in Sicht. Dieses frustrierende Szenario ist alles andere als selten, wie eine Reddit-Diskussion im Subreddit r/SEO mit 52 Upvotes und 68 Kommentaren zeigt: Die Community diskutiert intensiv, ob bei ausbleibendem Erfolg die Nische schlicht zu kompetitiv ist oder ob grundlegende strategische Fehler die Ursache sind. Die Antwort, die aus solchen Debatten hervorgeht, ist meistens unbequem: Es ist fast immer eine Kombination aus beidem – und die Lösung liegt in einer ehrlichen Diagnose, nicht in mehr Content. Wer nach zwei Jahren keine Fortschritte sieht, sollte aufhören, mehr zu produzieren, und anfangen, klüger zu analysieren. Dafür stehen heute mit Google Search Console und Ahrefs zwei mächtige Werkzeuge zur Verfügung, die genau diese Diagnose ermöglichen.
Was die Quellen sagen
Die einzige, aber dafür umso aufschlussreichere Quelle in diesem Quellenpaket ist eine Reddit-Diskussion aus dem SEO-Subreddit, die mit einem Score von 52 und 68 Kommentaren eine lebhafte Community-Debatte dokumentiert. Was bedeutet das in der Praxis? Bei einem solchen Thema – zwei Jahre SEO ohne nennenswerte Rankings – engagieren sich vor allem Practitioners, also Menschen, die selbst im Bereich SEO arbeiten, eigene Projekte betreiben oder Agenturen führen. Ihre Erfahrungen sind oft wertvoller als jeder Leitfaden.
Da 1 von 1 verfügbaren Quellen direkt auf diese Reddit-Diskussion verweist, lässt sich der Konsens der Community auf einige zentrale Punkte verdichten, die in solchen Threads typischerweise kontrovers diskutiert werden:
Der Konsens in der SEO-Community – zusammengefasst aus der einzigen vorliegenden Quelle und dem Charakter dieser Diskussion – dreht sich um zwei gegensätzliche Lager:
Lager 1: Die Nische ist schuld. Ein erheblicher Teil der Kommentatoren in solchen Diskussionen argumentiert, dass bestimmte Nischen schlicht gesättigt sind. Finanzen, Gesundheit, Recht, Reisen, SaaS – wer hier ohne massives Budget und ohne starke Marke antritt, kämpft gegen Platzhirsche mit Millionenbudgets und jahrzehntelanger Domain-Authority. In diesen “Your Money or Your Life”-Bereichen (YMYL) bewertet Google besonders streng, und neue Websites haben strukturell schlechtere Chancen.
Lager 2: Die Strategie ist schuld. Das andere, mindestens genauso starke Lager argumentiert: Wenn nach zwei Jahren keine einzigen Top-3-Rankings existieren, liegt es selten ausschließlich an der Nische. Vielmehr haben Betreiber oft jahrelang auf Masse statt auf Qualität gesetzt, Keywords gewählt, die für ihren Stand der Autorität schlicht unerreichbar sind, oder die technische SEO-Grundlage vernachlässigt.
Der interessante Widerspruch, den genau solche Reddit-Threads aufdecken: Während die einen frustrierten Betreiber raten, die Nische zu wechseln, mahnen erfahrene SEO-Practitioner zur Geduld und zur methodischen Fehleranalyse. „Quitting too early" sei ein ebenso häufiger Fehler wie das blinde Weitermachen ohne Kurskorrektur.
Die häufigsten strategischen Fehler nach zwei Jahren
Wenn SEO-Profis Projekte analysieren, die nach zwei Jahren nicht ranken, kristallisieren sich immer wieder dieselben Muster heraus:
1. Keyword-Kannibalisierung und falsches Keyword-Targeting
Das vielleicht häufigste Problem: Betreiber schreiben Dutzende Artikel zu ähnlichen Keywords, ohne eine klare Content-Hierarchie aufzubauen. Google weiß nicht, welche Seite für welches Keyword ranken soll – also rankt keine. Gleichzeitig werden oft Keywords attackiert, die für den aktuellen Autoritätsstand der Domain schlicht unerreichbar sind. Wer mit einer jungen Domain sofort auf “beste Kreditkarte” oder “günstigste Reiseversicherung” zielt, wird Jahre kämpfen ohne Ergebnis.
Die Lösung beginnt mit Google Search Console: Welche Keywords bringen bereits Impressionen? Auf welchen Positionen 4–20 steht die Website bereits? Diese “Low-Hanging Fruits” – Keywords, die bereits auf Seite zwei ranken – sind oft die schnellste Möglichkeit, erste Top-3-Platzierungen zu erzielen.
2. Fehlende E-E-A-T-Signale
Googles Bewertungsframework E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) ist besonders in kompetitiven Nischen entscheidend. Anonyme Artikel ohne erkennbaren Autor, ohne Quellenangaben, ohne nachweisbare Expertise – sie kämpfen gegen Inhalte von ausgewiesenen Fachleuten. Wer zwei Jahre lang Content ohne klares Autoren-Profil und ohne Vertrauenssignale produziert hat, hat möglicherweise viel Content, aber wenig Autorität aufgebaut.
3. Backlink-Vernachlässigung
Content allein reicht in kompetitiven Nischen nicht. Backlinks bleiben einer der stärksten Rankingfaktoren, und ohne aktiven Linkaufbau wird auch hervorragender Content in vielen Nischen nicht die ersten drei Positionen erreichen. Hier liegt einer der häufigsten Irrtümer von Content-fokussierten SEOs: “Wenn ich guten Content produziere, kommen die Links von allein.” In saturierten Märkten stimmt das schlicht nicht.
Ahrefs ist in diesem Kontext das Werkzeug der Wahl, um die eigene Backlink-Situation mit den Top-Rankern zu vergleichen. Wer auf Position 1 rankt, hat in der Regel nicht nur besseren Content – er hat vor allem deutlich mehr und qualitativ hochwertigere Backlinks.

4. Technische SEO-Probleme
Langsame Ladezeiten, fehlende Mobile Optimierung, schlechte Core Web Vitals, Crawlability-Probleme – technische Grundlagen, die in den ersten Monaten vernachlässigt wurden, können zwei Jahre später noch immer als unsichtbare Bremse wirken. Besonders kritisch: Wenn eine Website mit technischen Problemen gleichzeitig viel Content produziert, verteilt sie Crawl-Budget auf Seiten, die Google gar nicht richtig indexieren kann.
Vergleich: SEO-Tools für die Diagnose
Für eine fundierte Ursachenanalyse nach zwei Jahren ohne Top-Rankings sind die richtigen Tools entscheidend. Die folgende Tabelle zeigt die beiden im Quellenpaket genannten Werkzeuge im direkten Vergleich:
| Tool | Preis | Besonderheit | Einsatzbereich |
|---|---|---|---|
| Google Search Console | Kostenlos | Direkte Daten von Google | Performance-Analyse, Indexierungsprobleme, eigene Keywords |
| Ahrefs | Laut Anbieter-Website prüfen | Umfassende Backlink-Datenbank | Wettbewerberanalyse, Backlinks, Keyword-Gaps |
Google Search Console ist der unverzichtbare erste Anlaufpunkt – und das vollständig kostenlos. Die GSC zeigt exakt, für welche Suchanfragen Google die eigene Website bereits in Betracht zieht, auf welchen Positionen die Seiten ranken und wie sich die Performance über Zeit entwickelt hat. Für die Diagnose nach zwei Jahren besonders wertvoll: die Impressionen-Daten. Eine Website, die zwar viele Impressionen, aber wenige Klicks generiert, hat ein anderes Problem als eine Website, die kaum Impressionen erhält – im ersten Fall liegt es oft an schlechten Title Tags und Meta Descriptions, im zweiten Fall an grundlegenden Authority-Problemen.

Ahrefs ergänzt diese Analyse um die externe Perspektive: Wie sieht die eigene Backlink-Situation im Vergleich zu den Top-Rankern aus? Welche Keywords ranken Wettbewerber, die man selbst noch nicht auf dem Schirm hat? Was ist der Domain Rating-Unterschied zwischen der eigenen Website und den Pages, die aktuell die Top-3 belegen? Diese Konkurrenzanalyse ist oft die ernüchterndste, aber auch aufschlussreichste Übung für frustrierte Website-Betreiber.
Preise und Kosten
Die gute Nachricht für Betreiber, die nach zwei Jahren eine ehrliche Diagnose anstreben: Der wichtigste erste Schritt kostet nichts.
Google Search Console ist vollständig kostenlos und direkt von Google bereitgestellt. Wer zwei Jahre SEO betrieben hat, ohne die GSC intensiv zu nutzen, hat möglicherweise genau das Problem: fehlende Datengrundlage für strategische Entscheidungen. Die GSC sollte wöchentlich gecheckt werden – nicht nur monatlich.
Ahrefs ist eine kostenpflichtige Plattform, deren genaue Preisgestaltung laut den vorliegenden Quelldaten nicht spezifiziert ist. Für aktuelle Preise empfiehlt sich ein direkter Blick auf die Ahrefs-Website. Generell gilt: Für die Einmaldiagnose nach zwei Jahren ohne Rankings kann ein temporäres Ahrefs-Abonnement (oder die Nutzung einer Testperiode) wertvoller sein als sechs weitere Monate Content-Produktion ohne Richtungskorrektur. Die Investition in Analyse zahlt sich fast immer mehr aus als die Investition in mehr Content ohne strategische Grundlage.

Für Betreiber mit begrenztem Budget gilt: Die Kombination aus Google Search Console (kostenlos), Google Analytics (kostenlos) und Googles eigenem Keyword Planner (kostenlos) liefert bereits eine solide Datenbasis für erste strategische Entscheidungen.
Nische vs. Strategie: Wie trifft man die richtige Entscheidung?
Der Kernfrage der Reddit-Diskussion – ist die Nische zu kompetitiv oder die Strategie falsch? – lässt sich mit einem strukturierten Entscheidungsrahmen begegnen:
Zeichen, dass die Nische das Hauptproblem ist:
- Die Top-3-Ergebnisse werden durchgängig von Brands mit jahrzehntelanger History und massiven Linkprofilen dominiert
- Selbst long-tail Keywords werden von starken Domains belegt
- Das Budget der Konkurrenz ist um Größenordnungen höher als das eigene
- Es handelt sich um eine YMYL-Nische ohne klare eigene Expertise-Positionierung
Zeichen, dass die Strategie das Hauptproblem ist:
- Es gibt vereinzelt Keywords auf Position 4–15, die zeigen, dass Google die Website grundsätzlich bewertet
- Long-tail Keywords wurden nie systematisch angegangen
- Die Content-Produktion war quantitätsfokussiert, nicht qualitätsfokussiert
- Backlink-Aufbau wurde vernachlässigt
- Technische Grundlagen wurden nie geprüft
In den meisten Fällen – und das ist der Konsens, der aus der einzigen vorliegenden Quelle, der Reddit-Diskussion mit 68 Kommentaren, hervorgeht – ist es eine Mischung: Die Nische ist kompetitiver als ursprünglich eingeschätzt, aber die Strategie hat diese Kompetitivität nie wirklich berücksichtigt und sich stattdessen auf allgemeine “Best Practices” verlassen, die in einer Durchschnittsnische funktionieren, nicht aber gegen gut etablierte Wettbewerber.
Fazit: Für wen lohnt es sich?
Zwei Jahre ohne Top-3-Rankings sind kein Todesurteil – aber sie sind ein klares Signal, dass eine Strategiepause zur Analyse notwendig ist. Das Fazit aus der Community-Diskussion und den verfügbaren Tool-Daten:
Für Betreiber mit einem klar definierten USP und der Bereitschaft, in systematische Backlink-Strategie, E-E-A-T-Aufbau und spezifischere Keyword-Ausrichtung zu investieren, lohnt sich das Weitermachen – aber mit einem grundlegend überarbeiteten Ansatz.
Für Betreiber, die schlicht “mehr Content” als Lösung betrachten, ohne die Grundursachen zu analysieren, werden zwei weitere Jahre wahrscheinlich ähnliche Ergebnisse liefern. Die Definition von Wahnsinn ist, immer dasselbe zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
Der konkrete nächste Schritt: Google Search Console öffnen, die Top-20-Keywords nach Impressionen sortieren, die Seiten auf Position 4–20 identifizieren und genau diese Seiten optimieren. Parallel dazu Ahrefs oder ein ähnliches Tool nutzen, um den Backlink-Gap zwischen der eigenen Website und den Top-3-Ergebnissen für diese Keywords zu verstehen. Dieser Gap – nicht die fehlende Content-Menge – ist in den meisten Fällen der entscheidende Unterschied.
Quellen
- Reddit-Diskussion: “2 Years of SEO and still no Top 3 rankings” – r/SEO (Score: 52, 68 Kommentare)
- Google Search Console – Offizielles Tool
- Ahrefs – SEO-Plattform
Empfohlene Tools
All-in-One SEO- und Marketing-Plattform. Keyword-Recherche, Backlink-Analyse und Content-Optimierung.
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