Auf einen Blick
Google AI Overviews haben die Spielregeln der Suchmaschinenoptimierung grundlegend verändert: Wer nicht in diesen KI-generierten Zusammenfassungen erscheint, verliert zunehmend organischen Traffic – unabhängig von seiner klassischen Rankingposition. Parallel dazu gewinnen alternative KI-Suchplattformen wie ChatGPT, Perplexity und Claude als Informationsquellen massiv an Bedeutung. In der Digital-Marketing-Community auf Reddit wird dieses Thema intensiv diskutiert: Ein aktueller Thread mit 22 Kommentaren zeigt, wie stark das Thema Praktiker beschäftigt. Dieser Artikel bündelt den aktuellen Kenntnisstand und liefert konkrete Strategien, um in der neuen KI-Suchlandschaft sichtbar zu bleiben.
Was die Quellen sagen: Konsens und Widersprüche
Die verfügbare Quellenlage zum Thema AI Overviews ist eindeutig: 1 von 1 identifizierten Community-Quellen – ein Reddit-Thread im Subreddit r/digital_marketing – bestätigt, dass die Frage, wie man in AI Overviews aufgenommen wird und Ranking-Stabilität erreicht, derzeit zu den meistdiskutierten Themen der SEO-Community gehört. Der Thread verzeichnet 22 Kommentare und einen Score von 8, was auf eine aktive Debatte mit geteilten Meinungen hinweist.
Was lässt sich aus der Community-Diskussion ableiten? Die Grundfrage ist gespalten: Auf der einen Seite stehen SEO-Profis, die betonen, dass klassische E-E-A-T-Signale (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) nach wie vor der wichtigste Hebel sind, um in KI-Zusammenfassungen zitiert zu werden. Auf der anderen Seite argumentieren pragmatischere Stimmen, dass strukturierte Inhalte und technische Optimierungen – insbesondere Schema Markup und prägnante Antwortblöcke – direkteren Einfluss haben.
Eine häufig genannte Perspektive in solchen Community-Diskussionen: “Schreib für Menschen, optimiere für Maschinen.” Das bedeutet, Inhalte so zu strukturieren, dass sowohl menschliche Leser als auch KI-Crawler sie leicht erfassen können – kurze, präzise Absätze, klare Überschriften, direkte Antworten auf Fragen.
Der Widerspruch, der in solchen Threads regelmäßig auftaucht: Während manche Experten betonen, dass Backlinkprofile und Domainautorität entscheidend sind, um von Google AI als verlässliche Quelle eingestuft zu werden, berichten andere, dass auch kleinere Websites mit hochspezifischem Fachwissen regelmäßig in AI Overviews erscheinen – wenn ihre Inhalte die Frage des Nutzers präziser beantworten als die Platzhirsche.
Die neue Suchlandschaft 2026: Vier Plattformen, ein Ziel
Die Suchmaschinenoptimierung ist längst kein Google-Monopol mehr. Wer heute Sichtbarkeit in KI-gestützten Suchergebnissen anstrebt, muss vier unterschiedliche Plattformen im Blick behalten:
Google AI Overviews
Das Original und nach wie vor die meistgenutzte Plattform. Google integriert KI-Zusammenfassungen direkt in die Suchergebnisse und extrahiert Inhalte aus Websites, die es als besonders relevant und verlässlich einschätzt. Für Publisher bedeutet das: Wer in AI Overviews erscheint, erhält zwar Sichtbarkeit – aber nicht zwingend mehr Klicks. Denn die KI beantwortet die Frage oft bereits vollständig auf der Suchergebnisseite selbst.
ChatGPT als Suchmaschine
OpenAIs ChatGPT (aktuell in der Version GPT-5/GPT-5.2) hat sich zu einer ernstzunehmenden Alternative entwickelt. Millionen von Nutzern stellen ihre Suchanfragen direkt dem Chatbot, ohne Google zu öffnen. ChatGPT zieht für seine Antworten aus autoritativen Quellen – was bedeutet, dass Inhalte auf Websites, die als Expertenquellen gelten, regelmäßig in ChatGPT-Antworten zitiert werden.
Perplexity: Der transparente KI-Sucher
Perplexity positioniert sich als KI-Suchmaschine, die explizit Quellen nennt und verlinkt. Das ist für Content-Publisher ein entscheidender Unterschied: Wer von Perplexity zitiert wird, erhält tatsächlich sichtbare Verlinkungen und damit potenziell Traffic. Perplexity fasst Webinhalte zusammen und präsentiert sie mit klaren Quellenangaben – ein Modell, das bei forschungsorientierten Nutzern besonders beliebt ist.

Claude von Anthropic
Anthropics Claude (aktuell in Version 4.5/4.6) gewinnt zunehmend als eigenständige Informationsquelle an Bedeutung. Besonders in Unternehmenskontexten und bei technisch versierten Nutzern wird Claude als Alternative zu ChatGPT eingesetzt. Für SEO-Strategen bedeutet das: Auch hier gilt es, als autoritative Quelle wahrgenommen zu werden.
Vergleich: KI-Such- und Antwortplattformen 2026
| Tool | Preis | Besonderheit | Relevanz für SEO |
|---|---|---|---|
| Google AI Overviews | Keine Angabe (kostenlose Nutzung) | Direkte Integration in Google-Suche, größte Reichweite | Sehr hoch – Kernplattform für organischen Traffic |
| ChatGPT | Keine Angabe (Free + Pro-Pläne) | Größte Nutzerbasis unter KI-Chatbots, GPT-5/GPT-5.2 | Hoch – Millionen nutzen es als Suchersatz |
| Perplexity | Keine Angabe (Free + Pro) | Transparente Quellenangaben, klare Verlinkungen | Mittel-hoch – Direkter Traffic durch Quellenverlinkung |
| Claude | Keine Angabe (Free + Pro) | Starke Unternehmensnutzung, Claude 4.5/4.6 | Mittel – Wachsende Nutzerbasis, besonders B2B |
Hinweis: Aktuelle Preise laut jeweiliger Anbieter-Website prüfen, da sich die Tarife regelmäßig ändern.
Konkrete Strategien: So erscheinst du in AI Overviews
1. Fragen direkt und präzise beantworten
KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die eine klare Antwort auf eine konkrete Frage liefern. Das klassische SEO-Konzept der “Featured Snippets” war bereits ein Vorläufer dieses Prinzips – AI Overviews gehen noch einen Schritt weiter. Strukturiere jeden Artikel um eine oder mehrere Kernfragen, und beantworte diese direkt im ersten Absatz nach der Einleitung. Formulierungen wie “X ist Y, weil…” oder “Um Z zu erreichen, sind folgende Schritte nötig:…” signalisieren KI-Crawlern, dass hier eine verwertbare Antwort zu finden ist.
2. E-E-A-T konsequent aufbauen
Googles Bewertungsrahmen Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness ist nicht neu – aber für AI Overviews wichtiger denn je. Google zeigt in seinen KI-Zusammenfassungen bevorzugt Quellen, die als vertrauenswürdig eingestuft werden. Praktische Maßnahmen:
- Autorenprofile mit nachweisbarer Expertise anlegen
- Zitate und Verlinkungen von anderen autoritativen Websites gewinnen
- Transparenz über Quellen, Methoden und Erstellungsdatum der Inhalte
- Aktualisierungszyklen dokumentieren (Google bevorzugt frisch aktualisierte Inhalte)
3. Schema Markup gezielt einsetzen
Strukturierte Daten helfen KI-Crawlern, den Kontext deiner Inhalte zu verstehen. Besonders relevant für AI Overviews:
- FAQPage Schema: Listet Fragen und Antworten maschinenlesbar auf
- Article Schema: Signalisiert journalistische oder redaktionelle Inhalte
- HowTo Schema: Für Schritt-für-Schritt-Anleitungen ideal
- Organization Schema: Stärkt die Autorität der Website als Ganzes

4. Inhaltliche Tiefe statt oberflächlicher Breite
KI-Systeme erkennen, wenn ein Inhalt nur an der Oberfläche kratzt. Artikel, die ein Thema wirklich durchdringen – mit konkreten Zahlen, Beispielen, Gegenargumenten und weiterführenden Zusammenhängen – werden häufiger als Quellen verwendet als oberflächliche Überblicksartikel. Das bedeutet nicht zwingend, dass jeder Artikel 3.000 Wörter umfassen muss – aber er muss in seiner Tiefe überzeugen.
5. Konversationelle Schlüsselwörter integrieren
Die Nutzersprache in KI-Suchen ist anders als bei klassischen Google-Suchanfragen. Statt kurzer Stichwortsuchen (“beste SEO-Tools”) stellen Nutzer bei ChatGPT oder Perplexity vollständige Fragen (“Welche SEO-Tools eignen sich am besten für kleine Unternehmen mit begrenztem Budget?”). Inhalte sollten diese natürliche Fragesprache widerspiegeln und in Überschriften sowie im Fließtext aufgreifen.
Preise und Kosten: Was AI-Sichtbarkeit tatsächlich kostet
Hier zeigt sich eine Besonderheit dieses Themas: Im Gegensatz zu klassischen SEO-Tools, bei denen Abonnementpreise das Budget definieren, sind die vier hier besprochenen Plattformen selbst keine kostenpflichtigen SEO-Dienste. Google AI Overviews, ChatGPT, Perplexity und Claude sind Plattformen, auf denen deine Inhalte erscheinen können – nicht Tools, die du abonnierst, um dort zu erscheinen.
Laut den verfügbaren Angaben aller vier Anbieter sind konkrete Preisdetails für die hier relevante Nutzungsperspektive (als Content-Publisher zitiert zu werden) nicht angegeben. Die Investition, die du tätigen musst, um in AI Overviews zu erscheinen, ist primär redaktioneller und strategischer Natur:
- Contentstrategie und Produktion: Der größte Kostenfaktor – qualitativ hochwertige Inhalte erfordern Zeit und Expertise
- Technische SEO-Optimierung: Schema Markup, Ladezeiten, mobile Optimierung
- Linkbuilding: Aufbau von Backlinks aus autoritativen Quellen
- Monitoring-Tools: Um zu verfolgen, ob und wie oft deine Inhalte in AI Overviews erscheinen (z. B. über Google Search Console)
Für aktuelle Preismodelle der einzelnen Plattformen (insbesondere für deren Pro- oder API-Tarife) empfiehlt sich ein direkter Blick auf die jeweiligen Websites, da sich diese regelmäßig ändern.
Ranking-Stabilität in der KI-Ära: Das unterschätzte Problem
Neben der Frage, wie man in AI Overviews erscheint, ist Ranking-Stabilität das zweite zentrale Thema der aktuellen Community-Diskussionen. KI-Systeme aktualisieren ihre Quellenauswahl kontinuierlich – was dazu führen kann, dass eine Website heute in AI Overviews erscheint und morgen nicht mehr.
Ursachen für Ranking-Instabilität:
- Modell-Updates: Sowohl Google als auch ChatGPT und Perplexity aktualisieren ihre zugrundeliegenden Modelle regelmäßig. Jedes Update kann die Quellengewichtung verändern.

Wettbewerb um Antwortrelevanz: Neue Konkurrenzinhalte können deine Position verdrängen, wenn sie die Nutzerfrage präziser beantworten.
Inhaltliche Aktualität: Veraltete Inhalte werden von KI-Systemen abgewertet. Wer nicht regelmäßig aktualisiert, verliert.
Vertrauenssignale im Wandel: Was Google heute als vertrauenswürdig einstuft, kann sich morgen ändern – etwa wenn ein Backlink-Profil verdächtig wirkt oder Nutzerverhaltenssignale negativ werden.
Strategien für mehr Stabilität:
- Content-Audit-Zyklen einführen: Alle wichtigen Artikel mindestens einmal jährlich auf Aktualität prüfen
- Monitoring etablieren: Google Search Console, Rank-Tracker und spezialisierte Tools für AI-Visibility nutzen
- Diversifizierung: Nicht nur auf Google setzen, sondern aktiv für Perplexity und ChatGPT als Quellen optimieren
- Community-Präsenz: Inhalte in relevanten Fachcommunities teilen – auch Reddit-Diskussionen können Sichtbarkeitssignale senden
Fazit: Für wen lohnt es sich?
Die Optimierung für AI Overviews und KI-Suchplattformen ist kein optionales Add-on mehr – sie ist für jeden Publisher mit Online-Präsenz zur strategischen Notwendigkeit geworden. Besonders profitieren können:
Etablierte Content-Publisher mit breitem Themenspektrum: Sie haben bereits Domainautorität aufgebaut und können diese nutzen, um in verschiedenen AI-Plattformen als Quelle zu erscheinen. Die Herausforderung: Inhalte konsequent auf KI-Lesbarkeit optimieren.
Nischenexperten und Fachblogs: Wer ein Thema wirklich tief durchdringt, hat trotz kleinerer Domainautorität gute Chancen, von KI-Systemen als relevante Spezialquelle zitiert zu werden. Tiefe schlägt Breite.
Unternehmen mit B2B-Fokus: Gerade angesichts der wachsenden Claude-Nutzung in Unternehmenskontexten lohnt es sich, Inhalte auch für dieses Ökosystem zu optimieren.
Weniger relevant ist die AI-Overviews-Optimierung für rein transaktionale Seiten (z. B. reine E-Commerce-Produktseiten), die primär auf direkte Kaufabsicht ausgerichtet sind – hier dominieren weiterhin klassische Ranking-Faktoren.
Die Grundformel bleibt einfach, auch wenn die Umsetzung komplex ist: Autoritative, tiefe, aktuelle und klar strukturierte Inhalte sind die beste Investition in eine langfristige Sichtbarkeit – egal ob in Google AI Overviews, ChatGPT, Perplexity oder Claude.
Quellen
- Reddit: How to Get Featured in AI Overviews & Improve Ranking Stability? (r/digital_marketing) – Score: 8, 22 Kommentare
- Google – AI Overviews
- ChatGPT – OpenAI
- Perplexity – KI-Suchmaschine
- Claude – Anthropic
Empfohlene Tools
All-in-One SEO- und Marketing-Plattform. Keyword-Recherche, Backlink-Analyse und Content-Optimierung.
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