Auf einen Blick

Laut einer Ahrefs-Analyse erscheinen Googles AI Overviews inzwischen bei 83 % der Marken-Suchanfragen (Branded Queries). Das ist relevant, weil Nutzer, die gezielt nach einer Marke suchen, bisher als sicherer Traffic-Lieferant galten. Ahrefs weist darauf hin, dass dadurch Klicks auf die eigenen Websites der Marken zurückgehen könnten. Stattdessen könnten Drittquellen wie Wikipedia und YouTube stärker in den Vordergrund rücken. Für Marketing- und SEO-Teams heißt das: Die Darstellung der eigenen Marke außerhalb der eigenen Domain wird wichtiger. Dieser Artikel stützt sich auf genau eine Quelle, den Ahrefs-Blogbeitrag. Er trennt deshalb sauber zwischen dem, was die Quelle belegt, und dem, was sich daraus vorsichtig ableiten lässt.

Worum es in der Untersuchung geht

Ahrefs hat AI Overviews für Marken-Suchen in größerem Maßstab untersucht. Den Anlass beschreibt der Beitrag mit den Worten: „That prompted us to investigate AI Overviews for branded searches on a larger scale." Eine kleinere Beobachtung hat also die Frage ausgelöst, wie verbreitet AI Overviews bei Brand-Queries tatsächlich sind.

Das zentrale Ergebnis lautet: AI Overviews erscheinen mittlerweile bei 83 % der untersuchten Marken-Anfragen. Das Wort „now" in der Formulierung deutet darauf hin, dass sich der Wert im Zeitverlauf verändert hat. Die uns vorliegende Zusammenfassung nennt aber keine Vergleichswerte aus früheren Zeiträumen. Einen konkreten Trend lässt sich daraus nicht ablesen.

Zwei Folgen nennt die Quelle ausdrücklich:

  1. Weniger Klicks auf die Marken-Websites. Die Studie spricht von einer potenziellen Reduktion der Klicks, die Marken auf ihren eigenen Seiten erhalten.
  2. Mehr Sichtbarkeit für Drittquellen. Die Zusammenfassung nennt Wikipedia und YouTube als Beispiele für Quellen, die in den AI Overviews prominenter auftauchen. Der Satz ist in der vorliegenden Zusammenfassung abgeschnitten („Wikipedia, YouTube…"). Weitere genannte Quellen können wir daher nicht benennen.

Wichtig ist die Wortwahl „potentially": Ahrefs formuliert die Klickverluste als Möglichkeit. Die Quelle liefert in der vorliegenden Zusammenfassung keine gemessene Klickrate vor und nach dem Erscheinen eines AI Overviews.

Was die Quellen sagen

Die Quellenlage ist dünn, und das gehört zur ehrlichen Einordnung. Das Recherche-Paket enthält eine Quelle: den Ahrefs-Blogbeitrag. Es gibt keine Reddit- oder HackerNews-Diskussionen, keine Community-Meinungen mit Usernamen und keine YouTube-Videos zum Thema. Ein Konsens im Sinne mehrerer unabhängiger Stimmen lässt sich deshalb nicht darstellen.

Konsens in Zahlen:

  • 1 von 1 Quellen berichtet, dass AI Overviews bei Marken-Suchen stark verbreitet sind (83 %).
  • 1 von 1 Quellen nennt reduzierte Klicks auf Marken-Websites als mögliche Folge.
  • 1 von 1 Quellen nennt Drittquellen wie Wikipedia und YouTube als Profiteure.
  • 0 von 1 Quellen liefert Preisangaben, Tool-Vergleiche oder konkrete Handlungsempfehlungen in der vorliegenden Zusammenfassung.

Widersprüche: Es gibt keine, weil es keine zweite Quelle gibt. Genau das ist die Schwäche dieser Datenlage. Die Zahl von 83 % stammt von einem einzigen Anbieter, der außerdem selbst SEO-Software verkauft. Ob andere Studien mit anderer Methodik zu ähnlichen Werten kommen, lässt sich aus diesem Paket nicht beantworten. Wer die Zahl in Präsentationen verwendet, sollte sie als „laut Ahrefs" kennzeichnen und nicht als allgemeingültigen Marktwert darstellen.

Community-Meinungen: Das Paket enthält keine. Wir zitieren deshalb keine Nutzer und erfinden auch keine. Wer die Praxisperspektive sucht, findet sie in SEO-Foren und Fachgruppen. Ihre Aussagen sind hier aber nicht belegt.

Warum Marken-Suchen besonders sensibel sind

Eine Marken-Suche ist die Anfrage, bei der Nutzer ein konkretes Unternehmen oder Produkt im Sinn haben. Die Quelle selbst argumentiert, dass Klicks auf die eigene Website gefährdet sein könnten. Daraus ergibt sich eine Logik, die wir als Schlussfolgerung kennzeichnen und nicht als Studienergebnis:

  • Wenn Google bei einer Marken-Suche eine zusammengefasste Antwort einblendet, kann diese Antwort Fragen beantworten, für die Nutzer bisher die Marken-Website besucht haben.
  • Wenn diese Antwort auf Wikipedia oder YouTube verweist, entscheidet ein Teil der Markendarstellung nicht mehr die Marke selbst, sondern ein Dritter.

Bei der eigenen Marke hatte man bisher ein vergleichsweise sicheres Ranking auf Platz 1. AI Overviews verschieben den Fokus von der Position in den Suchergebnissen zur Frage, was in der Zusammenfassung über die Marke steht und woher es stammt.

Vergleich: Wer profitiert, wer verliert?

Das Paket enthält keine Tool-Konkurrenten, daher gibt es keine klassische Produktvergleichstabelle. Stattdessen stellen wir die Akteure gegenüber, die die Quelle benennt. Die Spalte „Preis" entfällt hier bewusst, weil es sich nicht um Produkte mit Preisen handelt.

AkteurRolle laut QuelleMögliche Auswirkung laut Quelle
Eigene Marken-WebsiteBisher Ziel der Marken-SuchePotenziell weniger Klicks
WikipediaDrittquelle in AI OverviewsGewinnt an Sichtbarkeit
YouTubeDrittquelle in AI OverviewsGewinnt an Sichtbarkeit
AhrefsUrheber der UntersuchungLiefert die 83 %-Zahl

Aussagen über weitere Plattformen, etwa Bewertungsportale oder Foren, sind in der vorliegenden Zusammenfassung nicht enthalten. Wir ergänzen sie nicht.

Was Marken laut Slug und Thema daraus machen sollten

Der Arbeitstitel des Beitrags verspricht „Was Marken tun sollten". Die Quelle liefert in der vorliegenden Zusammenfassung allerdings keine ausformulierte Checkliste. Was sich aus den Befunden vorsichtig ableiten lässt, ordnen wir deshalb als Denkanstöße ein, nicht als bewiesene Maßnahmen:

  1. Marken-Suchen im Blick behalten. Wer bisher nur Rankings für generische Keywords überwacht hat, sollte auch die Suchergebnisseiten der eigenen Marke regelmäßig prüfen. Die Frage lautet: Erscheint ein AI Overview, und wen zitiert er?
  2. Drittquellen pflegen. Wenn Wikipedia und YouTube in den Antworten eine größere Rolle spielen, sind die Qualität und Korrektheit des eigenen Wikipedia-Eintrags (sofern vorhanden) und der eigene YouTube-Auftritt kein Beiwerk mehr. Beide beeinflussen, wie die Marke in der Zusammenfassung erscheint.
  3. Klickverluste messen statt vermuten. Die Studie spricht von einem möglichen Effekt. Ob er die eigene Marke trifft und wie stark, zeigen nur die eigenen Daten, etwa die Entwicklung der Klicks bei Marken-Queries in der Search Console im Zeitverlauf.
  4. Erfolgsmetriken erweitern. Wenn Nutzer die Antwort bereits in der Suche erhalten, sagt die Klickzahl allein weniger über die Markenwirkung aus. Sichtbarkeit in der Zusammenfassung wird zu einer eigenen Kennzahl.

Diese Punkte sind logische Konsequenzen aus der Kernaussage, keine Empfehlungen, die Ahrefs in der vorliegenden Zusammenfassung ausspricht. Wer konkrete Maßnahmen und Messmethoden braucht, sollte den vollständigen Originalbeitrag lesen.

Einordnung: Wie belastbar ist die Zahl?

Eine Zahl wie 83 % wirkt eindeutig, hängt aber von Faktoren ab, die die Zusammenfassung nicht offenlegt:

  • Stichprobe: Wie viele Marken-Anfragen wurden untersucht? Die Quelle spricht von „larger scale", nennt aber keine Größenordnung.
  • Definition von „branded": Zählen nur reine Markennamen oder auch Kombinationen wie „Marke + Preis" oder „Marke + Erfahrungen"? Das kann den Anteil stark beeinflussen.
  • Land und Sprache: Ob die Auswertung international, auf einen Markt oder auf eine Sprache beschränkt ist, geht aus der Zusammenfassung nicht hervor.
  • Zeitpunkt: „Currently" und „now" im Titel und Text zeigen, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt. AI Overviews werden von Google laufend angepasst.

Für die Praxis bedeutet das: Die Zahl taugt als Warnsignal und als Argument, das Thema intern auf die Agenda zu setzen. Als Grundlage für Prognosen über den eigenen Traffic reicht sie allein nicht aus.

Preise und Kosten

Das Quellen-Paket enthält keine Preisangaben. Die Liste der Competitors ist leer, und der Ahrefs-Beitrag nennt in der vorliegenden Zusammenfassung keine Tarife. Wir geben deshalb keine Preise an. Wer Tools zur Beobachtung von AI Overviews oder Marken-Rankings einsetzen möchte, sollte die aktuellen Preise direkt auf der Anbieter-Website prüfen. Ahrefs ist als Urheber der Studie die einzige in diesem Paket genannte Firma, die zugehörige Quelle ist unten verlinkt.

Auf der Kostenseite lässt sich aus der Quelle nur eines ableiten: Wenn Klicks auf die eigene Website sinken, steigt der Druck, Sichtbarkeit anders zu erzeugen. Eine Beziffrung dieses Effekts liefert die Quelle nicht.

Wer verstehen will, wie sich Suchverhalten durch KI verschiebt, findet in diesem Beitrag auf vikotool.com einen Überblick, warum Nutzer KI-Tools statt Google-Suche verwenden.

Fazit: Für wen lohnt es sich?

Der Beitrag ist besonders relevant für:

  • Marken- und Brand-Manager, die sich bisher auf stabile Marken-Klicks verlassen haben und nun prüfen sollten, was Google über ihre Marke ausspielt.
  • SEO-Verantwortliche, die ihre Reportings um die Frage erweitern müssen, ob und wie die eigene Marke in AI Overviews vorkommt.
  • Content- und Video-Teams, für die die Erwähnung von YouTube als Drittquelle ein Argument für gepflegte Video-Inhalte zur eigenen Marke ist.
  • Pflegende von Wikipedia-Einträgen und ähnlichen Referenzseiten, weil die Quelle diese ausdrücklich als Profiteure nennt.

Weniger geeignet ist die Quelle für alle, die belastbare Handlungsanleitungen oder Tool-Empfehlungen suchen. Dafür fehlen in der vorliegenden Zusammenfassung die Details, und es gibt keine zweite oder dritte Stimme, die die Befunde bestätigt oder widerlegt.

Kurz gesagt: 1 von 1 Quellen sagt, dass AI Overviews bei 83 % der Marken-Suchen erscheinen und dass das Klicks auf Marken-Websites kosten kann. Das reicht, um das Thema ernst zu nehmen. Um es zu bewerten, braucht es die eigenen Daten und weitere unabhängige Untersuchungen.

Quellen

  1. Ahrefs: „AI Overviews Currently Appear for 83% of Branded Searches" – https://ahrefs.com/blog/ai-overviews-on-branded-searches/

Hinweis: Das Quellen-Paket enthielt keine zusätzlichen Tool-URLs, Community-Diskussionen oder YouTube-Videos. Der Artikel basiert ausschließlich auf der oben genannten Quelle.